Damon Hill

Damon Graham Devereux Hill ist ein ehemaliger britischer Formel-1-Rennfahrer. Er ist der Sohn des berühmten Rennfahrers Graham Hill, von dem er auch sein Helmdesign übernahm, wobei er statt schwarz den Farbton dunkelblau verwendete. Die Helmfarben schwarz und weiß sind die des Londoner Rowing Club, bei dem sein Vater Mitglied war. Aufgewachsen ist Damon in wohlhabenden Verhältnissen bei seinen Eltern in einem kleinen Schloss in Lyndhurst. Als er 15 Jahre alt war, verunglückte sein Vater Graham Hill im November 1975 bei dem Absturz des Privatjets der Familie tödlich. Das Flugzeug war nicht ausreichend versichert und so musste die Familie für sämtliche Schadenersatzleistungen selbst aufkommen, mit dem Ergebnis, dass sie sich von ihrem Heim und allen Werten trennen mussten. Nach Abschluss des Verfahrens blieb der Mutter eine kleine Wohnung in einem Reihenhaus, und Damon, sowie seine Schwester, mussten künftig für den Familienunterhalt mitarbeiten. Damon wurde Motorradkurier bei einer Arzneifabrik und machte nach dem Abschluss der Schule eine kaufmännische Ausbildung. Von 1979 bis 1984 nahm er an Motorrad-, Gelände- und Straßenrennen teil und erreichte in dieser Zeit 40 Siege. Mitte 1984 stieg Hill in die Formel Ford 1600 ein und erzielte seinen ersten Sieg in Brands Hatch. 1986 wechselte er in die britische Formel-3-Meisterschaft. Er bekam einen Platz im Team von Murray Taylor Racing und wurde 9. der Gesamtwertung. Von 1989 bis 1991 fuhr Hill in der Formel 3000 und bekam ab 1991 einen Vertrag als Testfahrer bei Williams-Renault. 1992 erhielt er einen Platz im Team Brabham-Judd, für das Hill acht Rennen bestreiten konnte (er qualifizierte sich aber nur für zwei). 1993 bekam er bei Williams-Renault einen Fahrervertrag und wurde 1994 Zweiter der Gesamtwertung, knapp geschlagen von seinem ewigen Rivalen Michael Schumacher auf Benetton-Ford. Auch 1995 wurde er Vizeweltmeister hinter Michael Schumacher. 1996, als Schumacher zu Ferrari wechselte, krönte Damon Hill seine bisherigen Leistungen mit dem Weltmeistertitel. Für die Saison 1997 wurde sein Vertrag bei Williams nicht verlängert. Er wechselte auf Intervention von Bernie Ecclestone, der der Meinung war, dass ein amtierender Weltmeister nicht ohne Cockpit für die neue Saison dastehen könne, quasi gezwungenermaßen zu Arrows-Yamaha, einem Team aus den hinteren Reihen.


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Steckbrief

Geboren am 17.09.1960 in London, England
Nationalität: Engländer
Wohnort: Irland
Größe: 183 cm
Gewicht: 71 kg


Doch Hill schaffte in Ungarn das Kunststück, mit dem völlig unterlegenen Arrows rundenlang das Feld anzuführen, bis ihm zwei Runden vor Schluss eine Dichtung des Hydrauliksystems platzte und er als Zweiter über die Ziellinie fuhr. In der vorletzten Runde wurde er noch von Jacques Villeneuve, seinem Nachfolger bei Williams als Weltmeister 1997, in einem abenteuerlichen Manöver auf dem Grünstreifen überholt. 1998 wechselte er zu Jordan-Mugen-Honda. Das Auto war genauso schlecht zu fahren wie der Arrows und hatte größtenteils noch weniger Leistung. Doch wieder schaffte Hill etwas, was niemand erwartet hatte: Er gewann das Regenrennen des Grand Prix von Belgien und feierte diesen überschwänglich. Damit fuhr er den ersten Sieg für das Jordan-Team ein. Nach zwei Jahren bei Jordan beendete Damon Hill 1999 seine Karriere nach 115 Rennen, 22 Siegen, 20 Poles und 360 Punkten. Er hielt 10 Jahre den Rekord für die schnellste Rennrunde in Monza (249,835 km/h) und qualifizierte sich 1996 bei allen Rennen der Saison für die erste Startreihe, was außer ihm nur Senna(1989) und Prost(1993) gelungen ist. · 1993: Ungarn/Budapest, Belgien/Spa Franchorchamps, Italien/Monza · 1994: Spanien/Barcelona, Großbritannien/Silverstone, Belgien/Spa Franchorchamps, Italien/Monza, Portugal/Estoril, Japan/Suzuka · 1995: Argentinien/Buenos Aires, San Marino/Imola, Ungarn/Budapest, Australien/Adelaide · 1996: Australien/Melbourne, Brasilien/Interlagos, Argentinien/Buenos Aires, San Marino/Imola, Kanada/Montreal, Frankreich/Magny Cours, Deutschland/Hockenheim, Japan/Suzuka · 1998: Belgien/Spa Franchorchamps (*) (*) mit Jordan-Mugen, alle anderen Siege mit Williams Renault Damon Hills Sohn Oliver kam mit einem Down-Syndrom zur Welt. Aufgrund dessen engagiert sich der ehemalige Formel-1-Rennfahrer in diesem Bereich, z. B. hat er die Special Olympics Summer World Games 2003 in Dublin für das britische Fernsehen kommentiert, und er spendet Gelder von Rennen an entsprechende Stiftungen: Mein erster Sohn Oliver, der jetzt 13 Jahre alt ist, wurde mit dem Down-Syndrom geboren, es ist also etwas, das mir sehr nahe geht. Ich möchte den Leuten diesen Umstand näher bringen. Oliver genießt ein großartiges Leben, er ist ein wichtiger Bestandteil unserer Familie und ich möchte die Stiftung unterstützen. (Damon Hill, 2002).




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