Clive Barker

Clive Barker ist ein bekannter Schriftsteller und Regisseur des Horrorgenres. Während seiner Studienzeit auf der Universität von Liverpool gründetet er die Theatergruppe Dog Company, die nach einem seiner Stücke benannt war. In dieser Gruppe, die hauptsächlich aus Barkers Freundeskreis bestand, war er als Regisseur und Gestalter tätig. Unter dem Einfluss einiger Untergrundfilme, die zu dieser Zeit im Umlauf waren, entschloss sich Barker, selbst zur Kamera zu greifen. 1975 begann er mit der Arbeit an dem Experimentalfilm The Forbidden, mit dem er eine faustische Parabel zu verwirklichen versuchte. The Forbidden blieb vorerst unvollständig, bis er einige Zeit später als neu überarbeitete Fassung zusammen mit seinem zweiten Kurzfilm Salome auf Video erschien. Nachdem sich die Theatergruppe nach fünfjähriger Zusammenarbeit auflöste, wurde Barker als Schriftsteller tätig. In der nachfolgenden Zeit schrieb er mehrere Horrorkurzgeschichten, die 1984 in dem ersten Band der Bücher des Blutes veröffentlicht wurden. Seine Geschichten waren ein großartiger Erfolg und wurden mit mehreren Preisen, wie dem World Fantasy Award, ausgezeichnet. Durch seine metaphorische Erzählweise und der expliziten Beschreibung von Gewalt- und Sexszenen avancierten die Bücher des Blutes zur Kulthorrorliteratur und gelten als Standardwerke der Splatterbewegung. Nach insgesamt 6 Bänden der Bücher des Blutes, verfasste Barker mit Spiel des Verderbens (The Damnation Game) seinen ersten größeren Roman, der schon bald ein Klassiker des Genres wurde. 1985 erschien der Horrorfilm Underworld, zu dem Barker das Drehbuch schrieb. Ein Jahr später folgte, der auf einer Kurzgeschichte basierende, Rawhead Rex. Beide Filme waren ein Flop und zudem eine herbe Enttäuschung für den Autor. Also entschloss er sich, selber als Regisseur tätig zu werden. So entstand 1987 der Film Hellraiser, dessen Handlung auf der kurz zuvor fertiggestellten Kurzgeschichte The Hellbound Heart basiert. Trotz der geringer Mittel (ca. 1 Million $) gelang ihm ein alptraumhafter, verstörender und blutiger Horrorfilm, dessen Filmmonster (Pinhead gespielt von Doug Bradley) zur Ikone des modernen Horrorfilms wurde. Bei den Zensurbehörden und den Kritikern stieß das Werk zwar auf wenig Gegenliebe, dem Erfolg tat dies jedoch keinen Abbruch. Die Produktionsfirma entschloss sich daraufhin, eine Fortsetzung zu drehen. Barker hatte einen weiteren Teil von Hellraiser eigentlich nicht geplant, doch da er die Rechte an dem Stoff schon abgetreten hatte, war eine Weiterführung unvermeidlich.


starkalender.de - Kalenderversand

 

Steckbrief

Geboren am 05.10.1952 in Liverpool, Großbritannien
Nationalität: Englisch
Wohnort: Kalifornien
Größe: 178 cm
Gewicht: k.A. kg


Die Regie für Hellbound – Hellraiser II übernahm er nicht, stattdessen war er nur noch als Co-Produzent und Drehbuchschreiber aktiv. Wenig später widmete er sich seinem zweiten Filmprojekt Cabal – Brut der Nacht, das jedoch auf Grund einiger Auflagen des Studios nicht nach den Wünschens Barkers realisiert werden konnte und entsprechend erfolglos blieb. Kurz darauf griff er ein letztes mal in den Nachdreh zu Hellraiser III – Hell on Earth ein, da die Produktionsfirma mit dem ersten Resultat von Anthony Hickox nicht zufrieden war. Weitere Ausflüge in das Filmgeschäft stellten die beiden Streifen Candyman und Candyman: Farewell To The Flesh dar, zu denen er jeweils die Handlung entwarf. Regie führte er erst wieder bei Lord of Illusions, der 1995 nach der Novelle Die letzte Illusion entstand. Jüngst erschien ein weiterer Film der auf einer Idee Barkers veruht: Saint Sinner. Sein aktuelles Romankonzept Abarat wird derzeit von Walt Disney filmisch umgesetzt. Trotz all dieser Horrorfilme sieht sich Barker in erster Linie als Autor phantastischer Stoffe. Nach dem Erfolg seiner Kurzgeschichten in den Büchern des Blutes (Clive Barker's Books of Blood), und seinen beiden Romanerstlingen Spiel des Verderbens (The Damnation Game) und Cabal (Cabal), wurden die blanken Horrorelemente mit Versatzstücken der Fantasy gekreuzt. Es folgten Jenseits des Bösen (The great and the secret show), und Gyre (Weaveworld), und führte zu einem epischen Fantasywälzer der gerne mit Tolkiens Herrn der Ringe verglichen wird: Imagica (Imajica). Stadt des Bösen (Everville) ist als Fortsetzung zu Jenseits des Bösen gedacht und zweiter Teil seiner bislang unvollendeten Trilogie, der Books of the Art. In Das Sakrament (Sacrament) entfernt sich Barker von den phantastischen Motiven. Zeitgleich mit Erscheinen des Romans outet er sich als homosexuell, was dem Leser des Romans nicht verborgen bleibt. Galileo (Galilee) ist eine aufwändige Familienchronik, die fast gänzlich ohne phantastische Motive auskommt. Seit neuestem schreibt Barker Kinderbücher Das Haus der verschwundenen Jahre (The Thief of Always), und jüngst, das noch unfertige Abarat, einem Werk aus insgesamt 5 Bänden. Sein letzter Erwachsenenroman zeugt wiederum von Geistern und anderen übernatürlichen Erscheinungen, zudem bleiben Barkers Erfahrungen mit der Filmindustrie nicht verborgen. Coldheart Canyon (Coldheart Canyon - A Hollywood Ghoststory) erschien im September 2004 in Deutscher Sprache.




Autogrammadresse:

Kennen Sie die Autogrammadresse von Clive Barker ?
Dann können Sie diese uns hier melden.
 Zur offiziellen Homepage
Fanclubs:

 Offizieller deutscher Fanclub "THAT´S CLIVE"



Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 Impressum | Freeware  © satlive GmbH 2012