Chris Howland

John Christopher "Chris" Howland ist ein englischer Schlagersänger, Radio- und Fernsehmoderator, Schauspieler und mittlerweile auch Buchautor. Chris Howland wuchs in Süd-England auf und lernte den Beruf des Imkers. Sein Vater war ein bekannter und beliebter Redakteur der BBC und so kam es nicht ganz von ungefähr, dass Chris nach dem zweiten Weltkrieg Mitarbeiter des Radiosenders der Britischen Armee BFN (British Forces Network, heute BFBS) wurde. In dieser Eigenschaft kam er 1946 als Radiomoderator nach Hamburg. Dort wurde er 1948 Chefsprecher und Chef der Musikabteilung von BFN. Howland sprach 1952 beim NWDR vor und wurde dort als Diskjockey angenommen. Ab 1953 moderierte er die Sendung "Rhythmus der Welt", in der er über Trends und Neuheiten der internationalen Musikszene berichtete. Sein britischer Akzent und seine knarrende Stimme machten ihn schnell bei den Radiohörern beliebt. Wenig später moderierte er die noch beliebtere Radiosendung "Spielereien mit Schallplatten". In irgendeiner dieser vielen Sendungen hat er sich selbst den Spitznamen gegeben, der ihn Zeit seines Lebens nicht mehr loslassen sollte: "Heinrich Pumpernickel", später auch "Mr. Pumpernickel". 1959 kehrte er vorübergehend nach England zurück, um dort die Fernseh-Talkshow "Peoples and Places" zu übernehmen. Aber schon 1961 war Chris wieder in Deutschland. Die Arbeit beim Fernsehen hatte ihn wohl nicht mehr losgelassen, denn jetzt übernahm er auch in Deutschland eine Fernsehsendung, die mittlerweile legendäre Sendung "Musik aus Studio B", die er bis 1970 61 mal moderierte. Ebenfalls ab 1961 war Howland Moderator und Akteur der Sendung "Vorsicht Kamera", eines Ablegers einer gleich funktionierenden Sendung im britischen Fernsehen namens "Candid Camera". Diese Sendereihe gilt heute als Vorläufer sämtlicher "versteckte-Kamera" Sendereihen. Doch die Zeit war wohl noch nicht ganz reif für diese Art von Sendung und so wurde sie 1963 mit der Begründung wieder abgesetzt, sie würde die Intimsphäre der gefilmten Opfer verletzen. Heute gilt auch diese Sendung als Kult. Unvergessen ist z.B. die Folge, in der ein Fiat 500 an einer Tankstelle vorfuhr, und der Fahrer zum Tankwart (Damals gab es noch kein Selbsttanken) sagte: "Bitte volltanken."


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Steckbrief

Geboren am 30.07.1928 in London, England
Nationalität: Engländer
Wohnort: Rösrath bei Köln Deutschland
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Der Tankwart tankte und tankte, aber der Tank wurde nicht voll, da man vorher den Motor und alles andere ausgebaut und das Auto in einen riesigen Tank verwandelt hatte. Deshalb musste man sich auch für diesen Sketch eine Tankstelle aussuchen, die sich an einer abschüssigen Straße befand. Es war eine herrliche Szene, in der der Tankwart zwischendurch immer wieder unters Auto blickte, ob es wohl undicht sei, und der Kunde ihn immer wieder zum Volltanken aufforderte. Parallel dazu lief Howlands Plattenkarriere. Nach einem eher erfolglosen Debüt um 1953 herum hatte er seinen ersten kommerziellen Erfolg mit der deutschen Übersetzung des Kay Cee Jones Titels "Japanese Farewell", "Japanisches Abschiedslied". Auch hier war wohl sein "komischer" Akzent nicht ganz schuldlos am Erfolg. So steckte ihn dann auch seine nächste Plattenfirma in die Schublade "Komische Lieder" und stattete ihn fortan mit entsprechenden Texten aus. Die Masche zog eine Zeit lang, wurde dann aber uninteressant für das Publikum und so hinterließen seine letzten Platten keine nennenswerten Verkaufszahlen mehr. 1970 wollte er mal etwas anderes tun als bisher und verließ Deutschland erneut, um sich um sein Hotel auf Mallorca zu kümmern, wo er auch am Aufbau des ersten deutschsprachigen Radiosenders beteiligt war. 1975 kehrte er wieder nach Deutschland zurück, wo er zwischenzeitlich nicht vergessen worden war. Und schnell hatte er wieder einige Radio- und Fernsehsendungen zu moderieren. Heute lebt Chris Howland in Rösrath bei Köln, tritt ab und an in Musiksendungen mit seinen alten Erfolgsplatten auf und plaudert in Talkshows über sein interessantes und bewegtes Leben. Aktuell moderiert er im Radiosender WDR 4 jeden zweiten Mittwoch abend wieder seine Musiksendung "Spielereien mit Schallplatten". Im Jahr 2002 wurde Howland mit dem Scharlih ausgezeichnet, dem ältesten Preis, der mit dem Namen Karl May verbunden ist.




Autogrammadresse:

Chris Howland
c/o Management Gerd Kehren
Postfach 1408
D-41804 Erkelenz
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