Charles Bukowski

Henry Charles Bukowski jr. war ein US-amerikanischer Dichter und Schriftsteller. Als Heinrich Karl Bukowski, Sohn eines US-Soldaten polnischer Herkunft namens Henry Bukowski und der Deutschen Katharina Fett in Andernach am Rhein, Deutschland, geboren, zog er mit seinen Eltern 1922 nach Los Angeles, Kalifornien. Er gab Anton Tschechow, Ernest Hemingway, John Fante und Louis-Ferdinand Céline („Reise ans Ende der Nacht“) als literarische Vorbilder an und hatte ein Faible für klassische Musik (Lieblingskomponisten Gustav Mahler und Jean Sibelius). Bukowskis Kindheit war sehr schwierig. Sein Vater war Milchlieferant, und die Familie lebte in zeitweise sehr armen Verhältnissen. Regelmäßig betrog der Vater die Mutter mit anderen Frauen, betrank sich und ließ seine Wut durch Gewalt am Sohn aus. In die Pubertät gekommen, litt Bukowski zudem an starker Akne und hatte am ganzen Körper Pusteln, die ihn sogar ein Jahr die Schule aussetzen ließen. Nach der Schule studierte Bukowski zunächst Journalismus am Los Angeles City College und versuchte sich bereits in jungen Jahren – zunächst ohne großen Erfolg – als Schriftsteller. Viele Jahre lang lebte er wenig sesshaft, machte zahllose Jobs, saß für kurze Zeit im Gefängnis (wegen Trunkenheit) und in der Psychiatrie. Stationen dieser Wanderjahre waren unter anderem New Orleans, Miami Beach, New York, Atlanta, Chicago und Philadelphia. 1943 wurde er gemustert und als physisch und mental untauglich für den Militärdienst eingestuft. 1947 kehrte Bukowski nach Los Angeles zurück und lernte Jane Conney Baker kennen, mit der er bis Anfang der 50er Jahre zusammenlebte. 1952 heuerte er für etwa zwei Jahre bei der amerikanischen Postbehörde als Briefzusteller an. 1955 wurde er wegen einer Magenblutung, die beinahe tödlich verlaufen wäre, ins Krankenhaus eingeliefert. Nach seiner Entlassung begann er Gedichte zu schreiben. 1957 heiratete er Barbara Frye, von der er sich 1959 wieder scheiden ließ. Barbara Frye, die aus einer vermögenden Familie stammte, war selbst Schriftstellerin und zugleich Herausgeberin eines kleinen, alternativen Literaturmagazins namens Harlequin. Ende der 50er heuerte Bukowski wieder bei der Post an, diesmal im Innendienst. Er arbeitete elf Jahre als Briefsortierer. Seine Erlebnisse als Angestellter des U.S. Postal Service verarbeitete Bukowski in seinem ersten Roman, „Der Mann mit der Ledertasche“ (Originaltitel: „Post Office“). Im Januar 1962 starb Jane Conney Baker, laut Bukowski infolge ihres übermäßigen Alkoholkonsums.


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Steckbrief

Geboren am 16.08.1920 in Andernach, Deutschland
Verstorben am 09.03.1994


1962 brachte die Literaturzeitschrift „The Outsider“ eine Sondernummer über Bukowski und verlieh ihm den Titel „Outsider des Jahres“. Die Verleger von „The Outsider“, Louise und John Webb, brachten 1963 auch Bukowskis ersten großen Gedichtband heraus („It Catches My Heart in Its Hand“). In der Zeit als Briefsortierer fing Charles Bukowski zudem an, wöchentliche Kolumnen für die Alternativzeitung „Open City“ in Los Angeles zu schreiben. Ein Teil der Kurzgeschichten erschien später in Buchform („Notes of A Dirty Old Man“). 1965 wurde Bukowski Vater einer Tochter, Marina Louise Bukowski. Mit der Mutter des Mädchens, Frances Smith, lebte Bukowski zwar zusammen, sie waren aber nie verheiratet. In einem Interview mit der Zeitung „Long Beach Press-Telegramm“ im Jahre 2000 äußerte sich Marina (jetzt Marina Bukowski Stone) sehr positiv über Bukowski und beschrieb ihn als einen liebevollen Vater. 1969 gab Bukowski den Postjob auf und versuchte, ausschließlich von seiner Tätigkeit als Schriftsteller zu leben. Ermöglicht wurde ihm dies unter anderem durch eine regelmäßige Zuwendung seines damaligen amerikanischen Verlegers John Martin von Black Sparrow Press. Anfang der 70er Jahre hatte Bukowski eine stürmische Affäre mit der Bildhauerin Linda King. Die Beziehung zog sich über mehrere Jahre hin, wobei es zu mehrfachen Trennungen mit anschließender Versöhnung kam. Die zum Teil schmerzhaften Erfahrungen dieser Beziehung verarbeite Bukowski in mehreren Kapiteln seines Romans "Das Liebesleben der Hyäne" (Originaltitel: „Women“). 1977 lernte Bukowski Linda Lee Beighle kennen, die damals Besitzerin eines Bioladens war. Die beiden lebten mit einigen Unterbrechungen von 1978 bis zu Bukowskis Lebensende zusammen. Sie heirateten 1985. Charles Bukowski verstarb im Alter von 73 Jahren im März 1994 in Los Angeles an Leukämie. Bukowskis Geschichten sind häufig teilautobiografisch, wenngleich meistens satirisch überhöht. Angesichts seiner Biografie wundert es nicht, dass es häufig um Menschen geht, die sich auf der Schattenseite des „American Way of Life“ durchs Leben schlagen. Seine Protagonisten sind Kleinkriminelle, Säufer, Obdachlose, Huren und er selbst – in Form seines literarischen Alter Egos Henry Chinaski (genannt Hank). Bukowski schreibt in einer harten, direkten Sprache, und er spart in seinen Geschichten die schmuddeligen Aspekte des menschlichen Lebens keineswegs aus. Insbesondere seine Dialoge sind exzellent beobachtet und auf höchstem Niveau geschrieben. Kritiker nannten ihn auch den Schreibweltmeister im Schwergewicht. Den intimsten Einblick in seine Kindheit und Jugend gibt das Buch „Das Schlimmste kommt noch oder fast eine Jugend“. Den Originaltitel „Ham on Rye“ wählte Bukowski in Anlehnung an den Titel Catcher in the Rye von J.D. Salinger.




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