Cathy Freeman

Cathy Freeman (eigentlich Catherine Astrid Salome Freeman) war eine der weltbesten Sprinterinnen. Freeman ist die erste Angehörige der Aborigine, den Ureinwohnern Australiens, die bei olympischen Spielen eine Goldmedaille gewann. Sie macht als Botschafterin ihres Volkes die australische Öffentlichkeit und die Weltöffentlichkeit auf die Situation der Aborigines aufmerksam. Ihr erstes Rennen gewann Cathy Freeman 1981 über 80 Meter. Freemans erster Trainer war der Rumäne Mike Danila. 1988 machte Freeman ihre erste Auslandsreise als Sportlerin in die USA, um an einem internationalen Athletentreffen teilzunehmen. Am 3. Februar 1990 gewann sie mit der australischen 4x100 m Staffel die Goldmedaille bei den Commonwealth Games in Auckland, Neuseeland. Peter Fortune wurde 1991 Freemans Trainer und war es bis zum Karriereende. Gemeinsam nahmen sie an den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona teil, bei denen Freeman das Halbfinale über 400 m verpasste. Mit der 4x400 m Staffel belegte sie den siebten Platz. Im Vorfeld der Commonwealth Games 1994 in Victoria (Kanada), lieferte sich Freeman mehrere Zweikämpfe mit Melinda Gainsford-Tylor, ebenfalls einer australischen Kurzstreckenläuferin der Weltklasse. Bei den Commonwealth Games gewann Freeman die Finalläufe über 400 und über 200 Meter. In der 4x400 m Staffel war die australische Staffel zwar als erste im Ziel, wurde aber wegen einer Rempelei zwischen Cathy Freeman und einer nigerianischen Läuferin disqualifiziert. Ein sportlicher Tiefpunkt in Freemans Karriere war der vierte Platz bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Göteborg 1995, bei denen sie mit dem Ziel, das 400 m Rennen zu gewinnen, antrat. Allerdings gewann sie mit der 4x400 m Staffel die Bronzemedaille. Bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, USA, wurde Freeman hinter Marie-José Perec aus Frankreich zweite über 400 Meter. Dies war die erste Medaille für eine Aborigine in einem olympischen Einzelwettbewerb. Über 200 Meter schied sie bereits im Halbfinale aus. Perec gewann auch diese Disziplin. In der nacholympischen Saison war Freeman die erfolgreichere der beiden Konkurentinnen bei den großen europäischen Leichtathletik-Meetings. Die größten sportlichen Momente in Freemans Läuferkarriere vor Sydney 2000 waren die Goldmedaillen über 400 Meter bei der Weltmeisterschaften 1997 in Athen und 1999 in Sevilla. Im Jahr 1998 zwischen beiden Wettbewerben war sie verletzt und musste auf eine Teilnahme an den Commonwealth Games in Kuala Lumpur, Malaysia, verzichten. Mit der 4x400 m Staffel belegte Freeman in Athen den fünften Platz.


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Steckbrief

Geboren am 16.02.1973 in Mackay, Australien
Nationalität: Australierin
Wohnort: Melbourne, Australien
Größe: 164 cm
Gewicht: 52 kg


Den größten Moment ihrer sportlichen Karriere erlebte Freeman bei den Olympischen Spielen 2000 in ihrem Heimatland Australien in Sydney, als sie die Goldmedaille über 400 Meter in einer Zeit von 49,11 Sekunden gewann. Als in den folgenden Jahren die Erfolge ausblieben, gab Cathy Freeman am 15. Juli 2003 ihren Rücktritt vom Leistungssport bekannt. Cathy Freeman wurde als Tochter von Norman Freeman, einem talentierten Rugby-Spieler, und Cecilia Sibley geboren. Cecilia brachte ihren Sohn Gavin (* 1961) und ihre Tochter Anne-Marie (* 1966) in die Ehe mit. 1974 wurde Cathys Bruder Norman und 1976 ihr Bruder Garth geboren. Der Vater Norman war krank, litt an Alkoholismus und verließ seine Familie 1978. Seit 1979 lebten Cecilia und ihr Kinder mit Bruce Barber zusammen; kurze Zeit später heiratete er Cecilia. Bruce wurde zum größten Förderer Cathys: Er sammelte Geld, um die Reisekosten zu bezahlen und brachte der Familie viel Liebe entgegen. Kurze Zeit nachdem Cathy Freeman von den Commonwealth Games 1990 zurückkehrte, starb ihre Schwester Anne-Marie. Daraufhin widmete sie all ihre zukünftigen Erfolge ihrer verstorbenen Schwester. 1992 starb ihr leiblicher Vater Norman Freeman an einem Schlaganfall. Cathy Freeman trennte sich 1996 von Nick Bideau, einem Journalisten aus Melbourne, der sie früh entdeckte und managte und mit dem sie seit 1991 zusammen lebte. Im Jahr 1999 heiratete sie Alexander (Sandy) Bodecker, einen Manager beim Sportartikelhersteller Nike, um den sie sich während einer Krebserkrankung im Jahr 2003 kümmerte. Seit 2003 leben beide getrennt; Freeman ist mit Joel Edgerton, einem australischen Schauspieler, liiert. Cathy Freeman fühlte sich immer als Aborigine und zeigte dies auch selbstbewusst in der Öffentlichkeit. Sie erfuhr am eigenen Leib die zahlreichen Probleme, mit denen die australischen Ureinwohner zu kämpfen haben. In ihrer frühen Läuferkarriere wurde sie aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert, auf der exklusiven Mädchenschule Fairholme College in Toowoomba, für die sie 1988 ein Stipendium bekam, war sie eines von drei schwarzen Mädchen unter 600 Schülerinnen. Zu ihrer Herkunft sagte Freeman gegenüber Medienvertretern nach ihrem Erfolg mit der 4x400 m Staffel bei den Commonwealth Games 1990: Aboringine zu sein bedeutet alles für mich. Ich fühle die ganze Zeit für mein Volk. Viele meiner Freunde haben Talent aber nicht die Möglichkeiten. Als Freeman die Ehrenrunde bei den Commonwealth Games 1994 mit der australischen Flagge und der Flagge der Aborigines lief und so einen kleinen Skandal auslöste, interessierten sich die Medien schlagartig für die Läuferin und Aborigine. Von einem Tag auf den anderen konnte Freeman eine breite Weltöffentlichkeit erreichen und sich in den Medien für die Aborigines einsetzen. Natürlich schwenkte sie auch bei den Weltmeisterschaften 1997 und den olympischen Spielen 2000 beide Flaggen, obwohl dies die Regeln des Internationalen Olympischen Komitees nicht erlauben.




Autogrammadresse:

Cathy Freeman
Catherine Freeman Enterprises
PO Box 3075
3205 South Melbourne, Victoria
Australien
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