Boris Becker

Boris Franz Becker ist ein ehemaliger deutscher Profi-Tennisspieler. Becker siegte am 7. Juli 1985 als erster Deutscher, erster ungesetzter und mit 17 Jahren jüngster Tennisspieler aller Zeiten beim bedeutendsten Tennisturnier der Welt in Wimbledon mit 3:1 Sätzen im Finale gegen den Südafrikaner (heute US-Amerikaner) Kevin Curren. Mit diesem Sieg war Becker auch der bis dahin jüngste Sieger bei einem Grand-Slam-Turnier überhaupt. Der Sieg wirkte wie eine Initialzündung für Beckers Karriere und für das deutsche Tennis, das innerhalb kürzester Zeit zum populärsten Zuschauersport der Deutschen nach dem Fußball avancierte. Becker wurde bis 1990 vier Mal zum Sportler des Jahres gekürt und erreichte eine außergewöhnliche Popularität. Beckers Trainer Günther Bosch (bis 1987) und sein Manager Ion Tiriac (bis 1993) wurden ebenfalls einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. 1986 und 1989 wiederholte er mit Siegen über Ivan Lendl und Stefan Edberg seinen Triumph in Wimbledon, dessen Centre Court er inzwischen als sein „Wohnzimmer“ bezeichnete.In den Jahren 1988, 1990, 1991 und 1995 unterlag er jeweils im Finale von Wimbledon, wobei die Niederlage 1991 gegen Michael Stich sicherlich die schmerzlichste war. 1988 gewann unter seiner Führung erstmals ein deutsches Team den Daviscup. Im darauffolgenden Jahr konnte dieser Titel verteidigt werden. 1989 gewann Becker auch die US Open im Finale gegen Ivan Lendl. 1991 gewann Becker die Australian Open und übernahm erstmals die Führung in der Tennis-Weltrangliste, die er in jenem Jahr insgesamt 12 Wochen lang innehielt. Im Finale von Wimbledon unterlag er Michael Stich in drei Sätzen. Ein Jahr später gewann Becker im Doppel zusammen mit Stich die olympische Goldmedaille. 1996 siegte Becker erneut bei den Australian Open. Nach 10 aktiven Jahren war damit seine Karriere beendet, und Becker machte vor allem mit Privatem Schlagzeilen. Privates Am 17. Dezember 1993 heiratete Becker die Schauspielerin und Designerin Barbara Feltus, mit der er zwei Söhne, Noah Gabriel (* 18. Januar 1994) und Elias Balthasar (* 5. September 1999), hat. Die Ehe wurde am 15. Januar 2001 geschieden. Am 8. Februar 2001 zeigte das Ergebnis eines Vaterschaftstests, dass er auch Vater von Anna Ermakova (* 22. März 2000) ist. Mutter des Kindes ist das russisch-asiatische Model Angela Ermakova. Details im Zusammenhang mit der Zeugung des Kindes („Besenkammer-Affäre“ und „Samenraub“) kamen an die Öffentlichkeit und beschäftigten lange die Medien.


starkalender.de - Kalenderversand

 
Home > Sport > Tennis > Boris Becker

Steckbrief

Geboren am 22.11.1967 in Leimen, Deutschland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Schweiz, U.S.A.
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Im Juli 2001 stimmte Becker zu, fünf Millionen Dollar Unterhalt für seine Tochter zu zahlen. Nach dieser Liason und weiteren kurzen Partnerschaften (u. a. mit der Sängerin Sabrina Setlur) lebte Becker mit der französischen Tänzerin Caroline Rocher, die von der Bayerischen Staatsoper München als Chortänzerin engagiert wurde, knapp drei Jahre bis Juli 2005 zusammen, dann gab er in einem Interview mit der Zeitschrift Gala die Trennung bekannt. Boris Becker wurde in der Vergangenheit in München wegen Steuerhinterziehung angeklagt und verurteilt. Ihm wurde zur Last gelegt, als ständigen Aufenthaltsort wahrheitswidrig Monaco angegeben zu haben, tatsächlich jedoch bei seiner Schwester Sabine in München zu wohnen. Becker wurde in diesem Prozess zu einer Steuernachzahlung in Millionenhöhe und einer Bewährungsstrafe verurteilt. Spielweise Becker zeichnete sich vor allem durch seinen schnellen und variablen Aufschlag und ein gutes Netzspiel aus. Diese offensive Spielweise machte ihn zusammen mit Stefan Edberg zum besten Serve&Volley-Spieler in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre. Eine weitere Stärke Beckers war seine hart geschlagene Vorhand. Sein schnelles Offensivspiel brachte ihm zu Beginn seiner Karriere den Spitznamen „Bum-Bum-Becker“ ein. Sein druckvolles und variables Spiel konnte Becker vor allem auf schnellen Platzbelägen (insbesondere in der Halle und auf Rasen) entwickeln. Ein Kennzeichen von Beckers Spiel war der „Becker-Hecht“, ein im Hechtsprung geschlagener Volley. Boris Becker war aufgrund seines emotionalen Spiels bei den Fans weltweit beliebt. Er verfügte als Spieler über einen enormen Willen und eine große Nervenstärke. Die geballte Faust nach gewonnenen Big Points wurde als „Becker-Faust“, sein Return mit direktem Punktgewinn als „Becker-Blocker“ bezeichnet. Erfolge Becker konnte beim Masters (bis 1989) bzw. der ATP-Weltmeisterschaft (ab 1990), dem letzten großen Turnier der Saison, acht Mal das Finale erreichen und gewann drei Mal (1988, 1992, 1995). Beim Rasenturnier in Wimbledon konnte er neben drei Siegen vier weitere Male das Finale erreichen. Sein letztes Finale bei seinem erklärten Lieblingsturnier verlor er 1995 gegen Pete Sampras. Weitere Grand-Slam-Erfolge feierte er bei den US Open 1989 und den Australian Open 1991 und 1996. Ein Sieg bei den French Open blieb ihm trotz dreier Halbfinalteilnahmen ebenso verwehrt wie ein ATP-Turniersieg auf roter Asche.




Autogrammadresse:

k.A.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 Impressum | Freeware  © satlive GmbH 2012