Begum Aga Khan

Gabriele Inaara Aga Khan ist die Noch-Ehefrau von Karim Aga Khan IV. und Begum der Ismailiten. Sie wurde am 1. April 1963 als Tochter von Renate Thyssen-Henne und Helmut Friedhelm Homey als Gabriele Homey in Frankfurt am Main geboren. Nach der Adoption durch ihren Stiefvater Bodo Thyssen (Urenkel von August Thyssen, den Gründer der Stahldynastie) nahm sie dessen Namen rückwirkend als Geburtsnamen an. Gabriele Homey wuchs unter behüteten und sehr wohlhabenden Verhältnissen auf, ihre Mutter hatte ein Vermögen mit der Erfindung und dem anschließenden Verkauf des Patentes eines Erfrischungstuches verdient. Sie besuchte das rennomierte Internat Schloß Salem am Bodensee und die Ecole de Roche.. Die Schule schloss sie 1982 mit dem Abitur ab. Nach Abschluss ihrer Schulausbildung in Schloss Salem am Bodensee und der Ecole des Roches in der französichen Normandie (sie galt als sehr fleissige und wohlerzogene Schülerin), studierte Gabriele Thyssen Rechtswissenschaften an den Universitäten München und Köln, wo sie beide Staatsexamina ablegte. Sie promovierte 1990 über „Den strafrechtlichen Schutz des Geschäfts- und Betriebsgeheimnisses in den USA unter besonderer Berücksichtigung des Bundesrechts und des Rechts des Staates New York“. Während ihres Studiums arbeitete Gabriele Thyssen als Assistentin der Geschäftsleitung im Unternehmen ihrer Mutter, der Wienerwald-Gruppe, der damals größten Hotel- und Restaurantkette Österreichs, und später für eine deutsche Wirtschaftskanzlei. Durch die Hilfe ihrer Mutter wurde Gabriele schon früh in die internationale höhere Gesellschaft eingeführt. Dort lernte sie dann auch den verwitweten Erbprinzen Karl-Emich zu Leiningen kennen und verliebte sich in ihn. Sie zog in das Familienanwesen des Prinzen, Schloss Amorbach im Odenwald, und heiratete ihn im Jahr 1991. Die Hochzeit wurde von der Fürstenfamilie missbilligt, man erwartete von dem Erbprinzen eine standesgemäße Heirat im Adelskreis. Karl-Emich wurde daraufhin von seinen Eltern enterbt und sein Bruder Andreas als neuer Nachfolger des Fürsten ernannt. Prinzessin Gabriele zu Leiningen und ihr Ehemann sahen sich in der Folge einem langjährigen Rechststreit ausgesetzt, an dem schließlich die Ehe zerbrach. Die Scheidung erfolgte im Jahr 1998. Aus der Verbindung stammt die gemeinsame Tochter Theresa, die 1992 zur Welt kam. Nach der Geburt ihrer Tochter wurde Gabriele Prinzessin zu Leiningen Beraterin der UNESCO in Paris für Gleichstellungsfragen und gegen Diskriminierung von Frauen.


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Steckbrief

Geboren am 01.04.1963 in Frankfurt am Main, Deutschland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: k.A.
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Nachdem die Ehe mit Karl-Emich Prinz zu Leiningen 1998 geschieden wurde, heiratete Gabriele Thyssen im Mai des selben Jahres Prinz Aga Khan IV., den 49. Imam der Ismailiten und wurde die Begum Aga Khan. Vor ihrer Eheschließung mit dem Aga Khan konvertierte sie zum Islam. Gemeinsam wählten sie den islamischen Namen „Inaara” (arabisch nur = „Licht“). Im März 2000 wurde ihr Sohn Prinz Aly Muhammad Aga Khan geboren. Inzwischen leben beide getrennt, sind aber nach wie vor verheiratet. Aga Khan setzt sich für karitative Zwecke ein, insbesondere für die Rechte der Frauen, deren Bildung, und die Verbesserung der Lebensumstände von Menschen in Entwicklungsländern. Seit 1999 unterstützt sie die deutsche karitative Stiftung „Hilfe zur Selbsthilfe”. Diese Stiftung gibt Kleinstkredite an Familien und Einzelerzieher, um Unabhängigkeit zu fördern und den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. Einsatzgebiete sind vor allem Kambodscha, Kasachstan, Mongolei, Montenegro, Pakistan, Rumänien, Vietnam, Thailand, Myanmar und Mittlerer Osten. Im Januar 2002 wurde sie Ehrenpräsidentin von Focus Humanitarian Assistance, einer Hilfsorganisation für Kriseneinsätze in Afrika und Asien, die dem Aga Khan Development Network angeschlossen ist. Aga Khan unterstützt Projekte für den Wiederaufbau von und die Rückkehr der Flüchtlinge nach Afghanistan. Weiterhin werden Projekte der UNESCO unterstützt, insbesondere solche für Frauen und Kinder wie das UNESCO-Projekt „Passport for Equality“. Gabriele Inaara Aga Khan übernahm die Schirmherrschaft der Organisation „Innocence in Danger“ im Jahr 2003 in Berlin, einer Bewegung, die gegen Pädophilie kämpft. Zusammen mit ihrer Mutter, Renate Thyssen-Henne und deren Ehemann, Unternehmer Ernst Th. Henne sie 2003 die Hilfsorganisation „SOS-Projects für Mensch und Tier e. V.“, um geistig und körperlich behinderte und traumatisierte Kinder mit Hilfe von Tieren – besonders Hunden – unterstützend zu therapieren und Tiere aus Notlagen zu befreien. Seit 2004 engagiert sie sich intensiv im Kampf gegen die HIV-/AIDS-Epidemie und unterstützt die „Deutsche AIDS-Stiftung“. Im gleichen Jahr wurde die Hilfsorganisation „Princess Inaara Foundation e. V.“ als Dachorganisation gegründet, die Aufgaben und Initiativen koordiniert, unterstützt und Spenden sammelt. Die Einreichung der Scheidung von Karin Aga Khan ebenfalls im Jahr 2004 wurde von einem großen Medieninteresse begleitet. Die Begum ließ sich daraufhin von Manager Willi Weber unterstützen, der auch für die Offentlichkeitsarbeit von Michael Schumacher verantwortlich ist. Sie selbst nennt Gesang als eines ihrer Hobbys. Unter dem Pseudonym Gina Boys nahm sie 1986 an der deutschen Vorentscheidung für den Eurovision Song Contest teil und brachte dort mit der Gruppe That’s Life den von Ralph Siegel geschriebenen Titel „Telefon“ vor, mit dem sie auf dem letzten Platz landete.




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