Armin Mueller-Stahl

Armin Mueller-Stahl ist ein deutscher Schauspieler, Musiker, Maler und Schriftsteller. Armin Mueller-Stahl zählt zur absoluten Spitze der deutschen Charakterdarsteller. Wie kaum ein anderer fand er internationale Anerkennung, welche ihm die Zusammenarbeit mit den populärsten Persönlichkeiten des Kinos ermöglichte. Mueller-Stahl ist das dritte von fünf Kindern eines ostpreussischen Bankbeamten. Zunächst wollte er Geiger werden und studierte Violine und Musikwissenschaft, was er 1949 mit einem Examen am Städtischen Konservatorium in Ostberlin als Musiklehrer abschloss. Dann wechselte er zur Schauspielerei. Vorerst wegen "mangelnder Begabung" zum Studium abgelehnt, erhielt er dennoch 1952 sein erstes festes Engagement am Berliner Theater am Schiffbauerdamm. Seine Schauspielerkarriere begann 1960 mit dem Vierteiler Flucht aus der Hölle und dem spanischen Bürgerkriegsdrama Fünf Patronenhülsen. Er wurde zu einem gefeierten Charakterdarsteller in der DDR. Schlagzeilen machte Armin Mueller-Stahl 1976, als er für den Lyriker und Liedermacher Wolf Biermann eine Solidaritätserklärung unterzeichnete. In dessen Folge wurde er nicht nur auf der sogenannten "Schwarzen Liste" geführt, sondern wurde auch von staatlicher Seite boykotiert. Er erhielt weder Filmrollen noch Bühnenengagements. Seine zwangsverordnete freie Zeit nutzte er als Schriftsteller. Einige Zeit später veröffentlichte er das Buch "Der Verordnete Sonntag". Darin schildert Armin Mueller-Stahl seine Erlebnisse jener Tage. Im Jahr 1980 emigrierte Mueller-Stahl nach ins damalige Westdeutschland. In der Bundesrepublik knüpfte er nahtlos an die alten Erfolge an, spielte 1981 die männliche Hauptrolle in Lola von Rainer Werner Fassbinder und in Der Westen leuchtet! von Niklaus Schilling. Mit dem Film Music Box (1989) von Costa Gavras hatte er auch international Erfolg. In Music Box spielte er einen Einwanderer, der in den USA angeklagt wird, Aufseher in einem Konzentrationslager gewesen zu sein. Im Episodenfilm Night on Earth spielte er den ostdeutschen Taxifahrer Helmut Grokenberger, der in New York sein Glück versucht. Hier konnte Armin Mueller-Stahl auch eine Kostprobe seines komödiantischen Talents unter Beweis stellen. Für die Rolle des fordernd-überforderten Vaters des Pianisten David Helfgott in Shine – Der Weg ins Licht wurde er 1996 mit einer Oscar-Nominierung geehrt.


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Steckbrief

Geboren am 17.12.1930 in Tilsit (Ostpreußen), Deustchland, heute Sowetsk, Russland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Skiersdorf, Deutschland & Los Angeles, USA
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Als Mueller-Stahl Einblick in seine Stasi-Akten nahm, musste er zu seinem Entsetzen feststellen, u.a. von seinem besten Freund an die Staatssicherheit verraten worden zu sein. Dies war für ihn der Anlaß, nie wieder in Deutschland heimisch werden zu wollen. Dennoch hält er bis heute ein Gesprächsangebot an ihn aufrecht. Trotz seines Erfolgs auch in Hollywood kehrte er immer wieder nach Deutschland zurück. So etwa übernahm er die Hauptrolle des Thomas Mann in dem Fernseh-Dreiteiler Die Manns - Ein Jahrhundertroman. Diese Darstellung wird mitunter als die gelungenste seiner Karriere angesehen. Mueller-Stahl legte mit Conversation with the Beast sein Regie-Debüt vor. Er schrieb bereits einige Romane und Erzählungen. Weiterhin präsentierte Mueller-Stahl seine Zeichnungen und Aquarelle schon in mehreren Ausstellungen, darunter im Filmmuseum Potsdam und im Lübecker Buddenbrookhaus. Zu weiteren Auszeichnungen, die er während seiner langen Karriere in der er an rund 120 Filmeproduktionen beteiligt war, zählt auch der Adolf Grimme-Preis, der ihm im Frühjahr 2002 überreicht wurde. Armin Mueller-Stahl lebt in Skiersdorf an der Lübecker Bucht und bei Los Angeles, seine Gabriele ist Ärztin und sie haben einen 17jährigen Sohn.




Autogrammadresse:

Armin Mueller-Stahl
c/o ZBF - Agentur
Ordensmeisterstr.15
12099 Berlin
Deutschland
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