Anni-Frid Lyngstad

Anni-Frid Synni Lyngstad-Reuss ist eine schwedische Popsängerin norwegischer Herkunft, auch bekannt unter dem Namen Frida. Sie war bis 1982 (neben Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus und Benny Andersson) Mitglied der Popgruppe ABBA. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter 1947 kam Lyngstad als Kleinkind mit ihrer Großmutter von Norwegen nach Schweden. Sie wuchs dort zunächst in Torshälla, später in Eskilstuna auf. Lyngstads Vater, Alfred Haase, war ein während des Krieges im norwegischen Narvik stationierter deutscher Soldat. Sie lernte ihn aber erst 1977 kennen, nachdem die deutschen Jugendzeitschrift Bravo ihre Geschichte veröffentlicht hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Lyngstad angenommen, ihr Vater sei in den letzten Kriegstagen gefallen. Mit zwölf Jahren begann Lyngstad in einer Band zu singen. Zwei Jahre später beendete sie die Schule und begann eine Ausbildung zur Schneiderin, die sie jedoch nie zu Ende brachte. Noch vor ihrer Volljährigkeit heiratete sie den Möbelhändler und Hobbymusiker Ragnar Frederiksson und bekam zwei Kinder, Hans (*1963) und Liselotte (*1967). Die Tochter verstarb im Januar 1998 in den USA bei einem Autounfall und hinterließ einen kleinen Sohn, Jonathan. Im September 1967 hatte Lyngstad ihren ersten Fernsehauftritt in der schwedischen Fernsehshow Hyland's Corner. Es folgten mehreren Soloalben (bei EMI Records) mit denen sie in Schweden aber nur mäßigen Erfolg hatte. Kurz nach der Scheidung von Frederiksson lernte Lyngstad 1968 den Musiker Benny Andersson kennen. Ab 1969 waren sie ein Paar. Im Oktober 1978 heirateten sie. Die Scheidung erfolgte im November 1981. Lyngstad feierte ab 1973 mit ABBA weltweite Erfolge (Dancing Queen, SOS, Mamma Mia etc.). 1982 verließ sie als erstes ABBA-Mitglied die Gruppe und widmete sich wieder ihrer Solo-Karriere. Unmittelbar nach ihrer Trennung von ABBA verkaufte sie auch ihre sämtlichen Geschäftsanteile am "ABBA-Imperium" (quasi einem Mischkonzern mit unterschiedlichsten Firmen, Firmenbeteiligungen und anderen Kapitalinvestitionen) und ging dadurch als einziges der vier ABBA-Mitglieder schadlos aus dessen finanziellem Absturz (durch Missmanagement, Börsenspekulationen, ungünstige Kreditaufnahmen, Steuernachforderungen usw.) hervor, während die anderen ABBA-Mitglieder nebst Stig Anderson hohe finanzielle Verluste hinnehmen mussten.


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Steckbrief

Geboren am 15.11.1945 in Björkasen bei Narvik, Norwegen
Nationalität: Schwedisch
Wohnort: Freiburg im Üechtland, Schweiz, Mallorca, Spanien, Südschweden.
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Ihren größten Erfolg ohne ABBA hatte Lyngstad unter dem Namen Frida im Jahr 1982 mit dem von Phil Collins produzierten Album Something's Going On. Es beinhaltet u.a. die Singles "I Know There's Something Going On" und "To Turn The Stone" sowie ein Duett mit Phil Collins, "Here We'll Stay". Die LP wurde im Frühjahr 1982 in den Stockholmer Polar-Music Studios aufgenommen und verkaufte sich international 1,3 Millionen mal. Im Februar 1984 begab sich Lyngstad nach Paris, um ihr zweites internationales Soloalbum Shine aufzunehmen. Produziert wurde es von Steve Lillywhite, der sich als Produzent von Bands wie U2 profiliert hatte. Lyngstad wollte ihr "rockigeres" Image weiter ausbauen und schrieb zum ersten Mal eigene Lieder (z. B. "Don't Do It", "That's Tough", "Light Of Love" usw.). Auf dem Album findet man zusätzlich ein Lied aus der Feder ihrer Ex-Abba-Kollegen Björn Ulvaeus und Benny Andersson mit dem Titel "Slowly". Shine konnte jedoch international nicht den Erfolg verbuchen, den Lyngstad mit dem Vorgängeralbum erreicht hatte. Mitte der 1980er Jahre lernte Lyngstad den Deutschen Heinrich Ruzzo Prinz Reuss von Plauen kennen, mit dem sie bis zu seinem Tod im Jahr 1999 verheiratet war. Gemeinsam lebten sie seit 1986 in Freiburg im Üechtland in der Schweiz. Heute lebt Lyngstad sowohl in der Schweiz, in einem Haus auf Mallorca sowie auf ihrem Landgut in Südschweden. Nach dem Album Shine nahm Lyngstad nur noch gelegentlich einige Singles auf und trat nur noch sporadisch öffentlich auf. Unter anderem veröffentlichte sie mit verschiedenen Duett-Partnern das ABBA-Instrumental Arrival in englischer und französischer Sprache. 1996 erschien ein schwedischsprachiges Album mit dem Titel Djupa andetag, das in Schweden den ersten Platz der Hitparade erreichte. Danach zog sich Lyngstad aus dem Musikgeschäft weitgehend zurück - sie ließ sogar ihren offiziellen Fanclub auflösen - und wurde vor allem für wohltätige Zwecke, insbesondere den Umweltschutz tätig. Sie gründete die Umweltstiftung "Artister för miljö" (Künstler für die Umwelt). Dennoch konnte sie im Jahr 2003 von dem Musiker Jon Lord überredet werden, sein für sie komponiertes Stück The Sun Will Shine Again zu interpretieren. Die Studioversion ist auf Lords Album Beyond The Notes enthalten, das 2004 erschienen ist.




Autogrammadresse:

Mono Music AB
Sodra Brobanken 41 a
S-11149 Stockholm
Fanclubs:

 ABBA - The Offical Website
 The Official International ABBA Fan Club


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