Anne-Sophie Mutter

Anne-Sophie Mutter ist eine deutsche Geigerin. Nur wenige Künstlerinnen ihrer Generation haben ähnlich nachhaltigen Einfluss auf die gesamte klassische Musikszene ausgeübt wie Anne-Sophie Mutter. Geboren am 29. Juni 1963 im badischen Rheinfelden, erhielt sie als Fünfjährige zunächst Klavierunterricht. Es dauerte aber nicht lange, bis ihr Talent für die Geige entdeckt wurde und sie bei Erna Honigberger, einer Schülerin von Carl Flesch, in die musikalischen Grundlagen des Instrumentes eingeführt wurde. Dabei erwies sie sich als derart begabt, dass sie bereits 1970 den Wettbewerb "Jugend musiziert" nicht nur gewann, sondern mit einem "Ersten Preis mit besonderer Auszeichnung", der höchsten Wertung, die in diesem Rahmen jemals vergeben wurde, abschloss. Darüber hinaus wurde ihr außerdem der erste Preis im Fach "Klavier vierhändig" überreicht, für eine Darbietung zusammen mit ihrem Bruder Christian. Vier Jahre später stellte Mutter sich dann noch einmal der ARD-Jury und wieder gewann sie die Ausscheidung mit weitem Abstand vor den Konkurrenten. Als Erna Honigberger starb, wechselte Mutter an das Konservatorium von Winterthur und wurde nun von einer weiteren Flesch-Schülerin, Aida Stucki, unterrichtet. Der entscheidende Karriere-Schub kam jedoch 1976, als sie Herbert von Karajan auffiel, der sie nach Berlin zum Vorspielen einlud und daraufhin als Solistin mit den Berliner Philharmonikern der großen Musiköffentlichkeit präsentierte. Aus der Sensation wurde eine regelmäßige Zusammenarbeit, die der zunächst als Wunderkind gepriesenen, bald aber als ernsthaften Künstlerin anerkannten, Geigerin die Türen zum internationalen Erfolg öffnete. Es entstanden wegweisende gemeinsame Aufnahmen wie etwa das Beethoven-Violinkonzert von 1980 (das sie 2002 zusammen mit Kurt Masur und den New Yorker Philharmonikern noch einmal in Angriff nahm). Mutter wurde weltweit als herausragende Künstlerin anerkannt und konnte bald auch ohne den Mentor ihren Ruf als außergewöhnliche Geigerin festigen. Sie wurde zum Stargast internationaler Ensembles, arbeitete von Wolfgang Sawallisch über Zubin Mehta bis Mstislav L. Rostropowitsch - mit dem sie 1985 auch im Trio konzertierte - mit Legenden ihres Faches und machte sich darüber hinaus als Solistin komplexer zeitgenössischer Werke einen Namen. Witold Lutoslawski, Norbert Moret, Krzysztof Penderecki, Wolfgang Rihm, Henri Dutilleux, Sebastian Currier und André Previn haben ihr Werke gewidmet. Weitere Uraufführungen von Pierre Boulez und Sofia Gubaidulina sind für 2006 geplant.


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Steckbrief

Geboren am 29.06.1963 in Rheinfelden, Deutschland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Bogenhausen, München, Deutschland
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Neben ihrer Konzerttätigkeit und der Arbeit im Studio ist Anne-Sophie Mutter auch als Pädagogin tätig. 1986 wurde ihr erstmals an der Royal Academy of Music in London eine Geigenklasse anvertraut, und im Jahr darauf gründete sie die Rudolf-Eberle-Stiftung, die junge Streicher europaweit fördert. Dieser Institution wurde im Herbst 1997 der in München beheimatete Freundeskreis der Anne-Sophie Mutter-Stiftung zur Seite gestellt, der ebenfalls weltweit tätig ist. Mutter ist Trägerin des Deutschen Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse und des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst sowie weiterer Auszeichnungen. Unter den Aufnahmen, die Mutter seit den späten siebzigen Jahren verwirklichte, sind zahlreiche preisgekrönte Einspielungen. 1993 erhielt die Geigerin ihren ersten Grammy als beste Solistin für die Interpretation von Alban Bergs "Violinkonzert" und Wolfgang Rihms "Time Chant" (mit dem Chicago Symphony Orchestra/James Levine). Fünf Jahre später folgte die Auszeichnung für Krzysztof Pendereckis "Violinkonzert Nr.2 & Metamorphosen" (Beste Solistin & Beste Komposition, London Symphony Orchestra unter der Leitung des Komponisten) und 1999 der Grammy für die beste Kammermusikaufnahme für Beethovens "Violinsonaten" zusammen mit Lambert Orkis. Seit Beginn des neuen Jahrtausends hat Mutter zahlreiche Werke zusammen mit ihrem Ehemann André Previn live und auf CD aufgenommen, wie etwa "Tango Song And Dance" (2003), Previns "Violinkonzert", Bernsteins "Serenade" (2003) und Tschaikowskys "Violinkonzert D-Dur" (2004). Zum 'Mozartjahr' 2006 veröffentlichte Mutter ihr vielbeachtetes "Mozart-Projekt", eine Serie aus drei Alben: Bereits Ende 2005 eine Doppel-CD mit Violinkonzerten (mit dem London Philharmonic Orchestra, das sie auch selbst dirigierte), dann Anfang 2006 eine CD mit Klaviertrios (mit ihrem Mann Andre Previn und Daniel Müller-Schott), und Ende 2006 soll noch ein 4er-CD-Set mit Violinsonaten folgen. Anne-Sophie Mutter war von 1989 bis zu dessen Tod 1995 mit dem Rechtsanwalt Detlef Wunderlich verheiratet. Aus der Ehe stammen eine Tochter und ein Sohn. Seit 2002 ist sie in zweiter Ehe mit dem Komponisten, Pianisten und Dirigenten André Previn verheiratet. Sie wohnt im Münchner Stadtteil Bogenhausen. Sie besitzt und spielt zwei Stradivari-Geigen, die im Jahr 1703 gebaute "Emiliani Stradivarius" und die 1710 gebaute "Lord Dunn-Raven" (auch: Lord Dunraven). Bei sämtlichen Karajan-Konzerten spielte sie die 'Emiliani', während sie heute nur noch auf der 'Lord Dunn-Raven' spielt. Anne-Sophie Mutter erhielt 2003 den Herbert-von-Karajan-Musikpreis.




Autogrammadresse:

Anne-Sophie Mutter
Ebersbergerstr. 10
81679 München
Deutschland
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