Anna Netrebko

Anna Jurjewna Netrebko ist eine österreichische Opernsängerin russischen Ursprungs. Anna Netrebko ist die Tochter einer Ingenieurin und eines Geologen. Sie absolvierte ein Gesangsstudium am Rimski-Korsakow-Konservatorium in Sankt Petersburg. Nachdem sie 1993 den Glinka-Gesangswettbewerb in Moskau gewann, wurde sie 1994 für das Mariinski-Theater in Sankt Petersburg engagiert. Dort debütierte sie im gleichen Jahr als Susanna in Le nozze di Figaro von Mozart. Ihr Aufstieg begann bereits 1995, als das Mariinski-Theater unter der Leitung von Waleri Gergijew ein Gastspiel in San Francisco gab. Sie spielte die Ljudmila in Glinkas Ruslan und Ljudmila. Nach den hervorragenden Kritiken dieses Gastspiels begann ihre Karriere auf allen berühmten Opernbühnen der Welt. Netrebko singt als Sopranistin an der Metropolitan Opera in New York, an der Wiener Staatsoper (z. B. Donna Anna in Mozarts Don Giovanni oder in Gaetano Donizettis L'elisir d'amore) und an der Mailänder Scala. Seit 1998 ist sie Gast der Salzburger Festspiele, wo sie 2002 als Donna Anna in Mozarts Don Giovanni unter dem Dirigenten Nikolaus Harnoncourt ihren internationalen Durchbruch feierte. Im gleichen Jahr debütierte sie an der Met als Natascha in Krieg und Frieden. 2003 sang Anna Netrebko die Rolle der Gilda in Rigoletto an der Bayerischen Staatsoper in München, sowie die Titelrolle in Lucia di Lammermoor an der Los Angeles Opera, und wieder die Donna Anna am Londoner Royal Opera House. 2005 sang sie mit Rolando Villazón sowohl eine viel beachtete Roméo et Juliette als auch die Rolle der Adina in L'Elisir d'Amore von Donizetti. Im selben Jahr übernahm sie bei den Salzburger Festspielen die Titelpartie (Violetta Valéry) in Verdis La traviata (Dirigat: Carlo Rizzi) an der Seite von Rolando Villazón und Thomas Hampson, was von Kritik wie Zuschauern begeistert aufgenommen wurde (auch wegen einer viel beachteten TV-Übertragung). Nachdem sie bereits einige Tonaufnahmen eingespielt hatte, erschien 2004 die DVD The Woman, The Voice mit MTV-ähnlichen Videos, die Netrebko zu einem Popstar der Opernszene machten. Dennoch macht sie keine Crossover-Kompromisse und singt ausschließlich klassische Musik. Den Hype um Netrebko, der sich häufig nicht mehr um die künstlerische Leistung dreht, kommentieren jedoch auch einige Kritiker negativ, insb. der "Gesangspapst" Jürgen Kesting (Autor des 3-bändigen Werkes "Die großen Sänger"). In Anlehnung an eine ehemalige Anstellung am St. Petersburger Opernhaus wird sie von Kritikern auch "die singende Putzfrau" genannt.


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Steckbrief

Geboren am 18.09.1971 in Krasnodar, Russ
Nationalität: Östereicherin
Wohnort: Sankt Petersburg, Russland
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


2005 absolvierte sie zum ersten Mal eine Japan-Tournee mit einem Liederabend. Seit dem 31. März 2006 singt Netrebko an der New Yorker Metropolitan Opera in Donizettis Don Pasquale unter der Regie von Otto Schenk und der musikalischen Leitung von Maurizio Benini (mit Juan Diego Flórez und Netrebkos Lebensgefährten Simone Alberghini). Am 7. Juli 2006 gab sie zwei Tage vor dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Berlin gemeinsam mit Plácido Domingo und Rolando Villazón ein Konzert in der Tradition der Drei-Tenöre-Konzerte, mit denen die Weltmeisterschaften von 1990 bis 1998 zu Ende gegangen waren. Im Juli und August 2006 trat Netrebko bei den Salzburger Festspielen als Susanna in der von Harnoncourt dirigierten Neuinszenierung von Mozarts Le nozze di Figaro auf (auch TV-Übertragung), mit der das neuerbaute Haus für Mozart am 27. Juli eröffnet wurde. Im März 2007 wird Netrebko an der Wiener Staatsoper in der Neuproduktion von Jules Massenets Manon unter dem Dirigenten Bertrand de Billy und dem Regisseur Andrei Serban auftreten. Ihren Wohnsitz hatte Netrebko bisher weiterhin in Sankt Petersburg, wo sie auch Mitglied des Ensembles am Mariinski-Theater blieb. Ihre Auftritte in Sankt Petersburg sind allerdings rar (z.B. ein Liederabend im Juli 2004 im Zuge des Weiße-Nächte-Festivals). Nachdem Netrebko im März 2006 in Wien um die österreichische Staatsbürgerschaft angesucht hatte, wurde ihre Einbürgerung im Ministerrat vom 25. Juli 2006 von der österreichischen Bundesregierung beschlossen. Das Verfahren der Staatsbürgerschaftsverleihung kann beschleunigt sowie von der Bundesregierung positiv erledigt werden, wenn die Einbürgerung der betroffenen Person im Interesse der Republik liegt. Vor allem Sportler, aber auch Wirtschaftstreibende und Künstler profitieren gelegentlich von dieser Maßnahme, z. B. Rudolf Nurejew oder Friedrich Karl Flick. Zuvor war Netrebko in ihrem Heimatland vereinzelt als "charakterlos" und eine "Verräterin" bezeichnet worden, Netrebko verwies aber auf die rigorosen Ausreisebestimmungen Russlands, die es ihr unmöglich machten, international in vollem Umfang künstlerisch tätig zu sein. Netrebko wolle die russische Staatsbürgerschaft behalten, obwohl sie zukünftig in Wien und Salzburg wohnen werde. Am 1. August 2006 wurde Netrebko offiziell die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. Dies geschah in Salzburg, Chiemseehof, dem Sitz der Salzburger Landesregierung, und unterzeichnete Netrebko die Gelöbnisformel. Sie bedankte sich mit den Worten: "Ich bin sehr glücklich und hoffe, eine gute Österreicherin zu werden." Bei der Zeremonie anwesend waren die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, der Festspielintendant Peter Ruzicka sowie Otto Schenk, der Netrebko würdigte. Sie sei, meinte Schenk, keine Diva mit vielen Allüren, sondern eine unbefangen auftretende Künstlerin mit einer wunderbaren Stimme. Netrebko könne sich nunmehr in Gesellschaft so bedeutender Künstler wie Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms fühlen, die alle zu Österreichern geworden seien.




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Anna Netrebko
Deutsche Grammophon
Alte Rabenstr. 2
20148 Hamburg
Deutschland
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