Amanda Lear

Amanda Lear ist eine britisch-asiatische Sängerin, Malerin, Moderatorin, Autorin und Schauspielerin. Als Kind eines britischen Offiziers und einer chinesisch-russischen Mutter wuchs sie zunächst in Schweizer Internaten, später in Südfrankreich auf, wodurch sie schon früh mehrere Sprachen erlernte. Ab ihrem 16. Lebensjahr studierte sie Kunst in Paris und London. Während ihrer Zeit an der St. Martin's School genoss sie ausgiebig das Nachtleben der britischen Metropole und lernte so Rockgrößen der Sixties kennen, wie etwa Brian Jones von den Rolling Stones. Aufgrund ihres außergewöhnlichen eurasischen Aussehens wurde sie bald von Catherine Hale, Leiterin der damals größten Model-Agentur, entdeckt. So begann ein von vielseitigen Interessen geprägtes, extravagantes Jetset-Leben. Ab 1965 war sie auf den Laufstegen von Paco Rabanne und bald schon auf diversen Zeitschriften-Covern von Jugend- und Mode-Magazinen zu sehen. In Freundschaft mit Maler und Exzentriker Salvador Dalí verbunden, galt sie als seine „Muse“. Ihr Buch „Dali - 15 Jahre mit Salvador Dali“ erzählt von dieser Zeit. Auch aufgrund von Gerüchten um eine angebliche Transsexualität, die sie jedoch stets abstritt, erhielt sie Anfang der 1970er Jahre kleinere Film- und TV-Auftritte, und auch die Model-Karriere lief immer besser. So zierte sie 1973 gemeinsam mit einem schwarzen - gezeichneten - Puma das Cover der Roxy Music-LP „For your pleasure“, was ihr viel Aufmerksamkeit einbrachte. David Bowie, mit dem sie 1976 eine mehrmonatige Beziehung hatte, war es, der sie dazu animierte, zu singen. Vor allem in Deutschland trat sie dann ab 1976 als Sängerin von Disco-Titeln in Erscheinung. Mit Produktionen von Anthony Monn und häufig selbstverfassten Titeln feierte sie hier bis 1983 große Erfolge mit Hits wie „Follow Me“ und „Queen of Chinatown“ sowie „Incredibilmente donna“, ihrem ersten großen Hit in Italien 1982. Von Starfotografen wie Helmut Newton oder Antoine Giacomoni ließ sie sich kunstvoll fotografieren. Für das Männermagazin Playboy posierte sie nackt. Auf Plattencovern posierte sie mal mit Peitsche in Lack und Leder, mal in Strapsen („Sweet Revenge“) oder als Zwitterwesen aus Schlange, Adler und blondem Vamp („Never trust a pretty face“). Von 1976 bis 1984 verkaufte sie geschätzte 40 Millionen Platten weltweit. Als die Discowelle endgültig verebbte, wurden auch ihre Erfolge geringer. Amanda konzentrierte sich bald wieder mehr auf ihre eigentliche Leidenschaft, das Malen.


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Steckbrief

Geboren am 18.11.1946 in Honkong, China
Nationalität: Engländerin
Wohnort: St. Tropez, Frankreich
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Außerdem moderierte sie erfolgreich in Italien und Frankreich eigene Shows. Dem deutschen Publikum wurde Lear durch ihre großen Hits und die Moderation des RTL II-Erotikformats „Peep!“ bekannt. Sie moderierte vom 5. Mai 1995 bis 6. Mai 1996 insgesamt 39 Folgen. Ihre Nachfolgerin wurde Verona Feldbusch. In Italien moderierte sie eine Show namens „Ugly Duckling“ („Häßliches Entlein“). Der „Monique Carrera“ lieh sie in einigen Folgen der Hörspielreihe „Die drei ???“ ihre Stimme. Nach dem Tod ihres Mannes Alain Philippe, der im Dezember 2000 bei einem Brand in ihrem Haus in Südfrankreich ums Leben kam, bemühte sie sich wieder verstärkt um ihre Karriere als Sängerin. Zuletzt erschien im Sommer 2005 die Single „Paris by night“ auf Englisch und Französisch, die sowohl die Top 10 der italienischen als auch der französischen Charts erreichte. Mit der 3er CD-Box „The Sphinx - Das Beste aus den Jahren 1976 - 1983“ erscheint im September 2006 nun endlich die erste CD-Box, die sämtliche Singles, sowie die wichtigsten Album-Tracks aus der Ariola-Zeit enthält. Am 16. September 2006 tritt sie in der RTL-Sendung „Die ultimative Chart Show“ auf und wird dort ihren Erfolgs-Hit „Follow Me“ präsentieren. Aufgrund ihres androgynen Äußeren und ihrer tiefen Stimme gab es schon immer Gerüchte, sie sei als Mann geboren und habe sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzogen, was sie in den ersten Jahren nicht kommentierte, sondern imagetechnisch vermarktete („Lili Marleen“, „The Sphinx“, „Enigma“). Später erklärte sie das alles als Werbegag, um ihren Erfolg anzukurbeln. In der 1999 erschienen Biografie „Eine Frau und mehr“ der transsexuellen Romy Haag beschreibt diese, dass sie Lear im berühmten Travestiecabaret Caroussel Paris kennenlernte und auch später in Berlin mit ihr zusammentraf. Lear kommentierte das nicht.




Autogrammadresse:

Amanda Lear Eric Kertudo
100 Boulevard Sebastopol
75003 Paris
FRANCE
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