Alfred Biolek

Alfred Franz Maria Biolek ist ein promovierter Jurist und ein deutscher Fernseh-Entertainer, Talkmaster, Fernsehproduzent sowie Honorarprofessor an der Kunsthochschule für Medien Köln in Köln. Biolek ist der Sohn des wohlhabenden Rechtsanwalts Josef Biolek und verlebte eine glückliche Kindheit. Bei den Spielen mit seinen Brüdern und Freunden war Biolek stets gerne ein Zirkusdirektor. Nach Flucht und Vertreibung zog die Familie Biolek 1946 nach Waiblingen bei Stuttgart, wo sein Vater weiterhin als Rechtsanwalt arbeitete. Biolek ist katholisch erzogen worden, er war in seiner Kindheit Messdiener und wurde später auch zeitweilig Mitglied der CDU. Er besuchte das Waiblinger Gymnasium bis zum Abitur 1954 und studierte dann Jura in Freiburg im Breisgau, München und Wien. 1958 absolvierte er das erste juristische Staatsexamen mit einem Prädikat (drittbestes Examen seines Jahrgangs in Baden-Württemberg). Danach arbeitete Alfred Biolek als wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Ernst von Caemmerer an der Universität Freiburg und wurde 1962 zum Dr. iur. promoviert (Titel siehe Literatur). 1963 legte er das Zweite Juristische Staatsexamen ab. Im ersten Berufsjahr vertrat er als Referendar die Kanzlei seines Vaters, der erkrankt war. Da ihm seine berufliche Perspektive in einer Kleinstadt wenig zusagte, wechselte er zu einer größeren Kanzlei. Nach seinem Ortswechsel nach München 1970 änderte Biolek auch seine bis dahin konservative Lebensweise und Ansichten radikal und nahm intensiv teil am Leben der Münchner Boheme. Der Freundeskreis um Rainer Werner Fassbinder gehörte zu seinen Bekannten. In den 1990er Jahren schließlich vereinte Biolek seine bisher extrem gelebten Neigungen zu Pflicht und Genuss in solch stilbildender Hinsicht, dass ihn unter anderem die Süddeutsche Zeitung zum Bundespräsidenten vorgeschlagen hatte. 1967 wurde er im ZDF zunächst als Assessor im Justitiariat tätig, doch wechselte er schon bald zu redaktionellen Tätigkeiten, die er in Wirklichkeit von Anfang an angestrebt hatte. Er wirkte nun unter anderem als Moderator der drehscheibe. Auf diesen Erfahrungen aufbauend wechselte er 1970 zur Bavaria, wo er ab 1974 die Sendung Am laufenden Band mit Rudi Carrell produzierte. Damit gelang ihm auch der berufliche Durchbruch. 1975 startete Biolek mit dem Journalisten Dieter Thoma für den WDR in Köln die Talkshow Kölner Treff. Ab 1978 lief seine erste eigene produzierte und moderierte Sendung unter dem Titel Bios Bahnhof. In den 1980er Jahren folgten die Show


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Steckbrief

Geboren am 10.07.1934 in Freistadt
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Köln, Deutschland
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


"Bei Bio", die kommerziell kein Erfolg war, die Sendung "Show Bühne" und die Spiel-Show "Mensch Meier". Mit seiner Firma "Pro GmbH" ist Biolek mit 25 Prozent an dem Kölner Restaurant Alter Wartesaal mit der dazugehörigen Diskothek beteiligt. Von 1991 bis 2003 war Biolek mit seiner wöchentlichen Talkshow "Boulevard Bio" zu sehen. Biolek entwickelte hier eine Kunst der sensiblen Unterhaltung, die unter anderem als Hochamt gepflegter Unterhaltung [1] geschätzt wurde. Mit prominenten Gästen kocht Biolek außerdem seit Dezember 1994 in seiner Serie "alfredissimo", in der die Gäste ihre Lieblingsgerichte vorstellten. Ende 2006 drehte Biolek die letzte Staffel und schränkte nach 459 Folgen auch insgesamt seine Präsenz im Fernsehen ein. Als Unternehmer ist Biolek über seine Pro GmbH auch für das Künstlermanagement von Dirk Bach und Ralph Morgenstern zuständig und hat Sendungen wie Kaffeeklatsch, Blond am Freitag, Menschen bei Maischberger sowie die Sitcom Lukas entwickelt und produziert. Neben seiner Fernsehproduktionen präsentierte Biolek zahlreiche Talkshows bei Firmen und Verbänden, in seiner Fernseh-Talkshow pflegte er mitunter darauf wie folgt aufmerksam zu machen: „Ich bin zu mieten, aber nicht käuflich.“ Biolek ist neben seiner Medientätigkeit seit Oktober 1990 auch Honorarprofessor an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Als erster Deutscher wurde er am 23. November 2000 in New York zum UN-Sonderbotschafter für Weltbevölkerung ernannt. Besonders am Herzen liegt ihm die AIDS-Situation in Afrika. Darüber hinaus unterstützt er die interkulturelle Arbeit des American Field Service Deutschland e.V., über den er als einer der ersten deutschen Austauschschüler zum Beginn der 1950er Jahre ein Jahr in den USA verbrachte. Im Oktober 2005 gründete Biolek die «Alfred Biolek Stiftung - Hilfe für Afrika», die sich dafür einsetzt, jungen Menschen in Afrika einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Als ein großer Freund der Künste engagiert er sich auch im Bereich der Kleinkunst. Er ist einer der Schirmherren des Wilmersdorfer Varietés "Bar jeder Vernunft" und ein häufiger Gast von dessen Ableger "Tipi" vor dem Bundeskanzleramt, einem noch größeren Zelt mit Restauration als die "Bar jeder Vernunft" . Seit Oktober 2006 ist er mit dem Bühnenprogramm "Mein Theater mit dem Fernsehen", worin er Ausschnitte aus seiner Karriere zeigt und erläutert, bundesweit auf Tournee. In jeder Stadt steht ihm außerdem ein prominenter Gast zur Seite (z.B. Harald Schmidt), mit dem er einen spontanen Talk nach Vorbild von "Boulevard Bio" durchführt. Am 10. Dezember 1991 wurde Alfred Biolek von dem Filmemacher Rosa von Praunheim neben zahlreichen anderen Prominenten in der RTL plus-Talkshow "Explosiv - der heiße Stuhl" mit den Worten "Hape Kerkeling ist stockschwul, Alfred Biolek auch" unfreiwillig geoutet. Nach einem weiteren brüskierenden Outing im Frühjahr 2002 durch die Boulevardpresse (Bild-Zeitung) bekannte sich Biolek zu seinem heutigen Lebensgefährten, dem Herausgeber eines Lifestyle- und Modemagazins.




Autogrammadresse:

Alfred Biolek
c/o Pro GmbH
Postfach 190 429
50501 Köln
Deutschland
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