Alexander Winokurow

Alexander Winokurow ist ein kasachischer Radrennfahrer. Sein Name wird häufig auch in französischer Transkription mit Alexandre Vinokourov wiedergegeben. Der als sehr kämpferischer Allrounder bekannt gewordene Winokurow wurde im Jahr 1998 Radprofi beim französischen Rennstall Casino und wurde gleich Gesamtsieger bei Vier Tage von Dünkirchen. Nach einer erfolgreichen Saison 1999 – Winokurow gewann unter anderem das schwere Etappenrennen Dauphiné Libéré – wechselte er zum deutschen Team Telekom. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney wurde er im Straßenrennen Zweiter hinter Jan Ullrich. In der Saison 2001 konnte er die Deutschlandtour gewinnen. Im Jahr 2002 gewann Winokurow das Frühjahrs-Etappenrennen Paris-Nizza. Bei der Tour de Suisse 2002 gewann er die Etappe nach Samnaun. Zusätzlich zur üblichen Siegprämie wurde ein bisher namenloser Berg nach dem Sieger dieser Etappe benannt. Seitdem trägt dieser Berg den Namen "Piz Winokurow". Seine bei weitem beste Saison fuhr Alexander Winokurow jedoch 2003. Erst in diesem Jahr konnte er sein Image abstreifen, aufgrund seines aggressiven Fahrstils nicht taktisch genug zu handeln, um wirklich großen Erfolg zu haben. Er fuhr fast während der gesamten Saison auf äußerst hohem Niveau, was im modernen Radsport eine Ausnahme darstellt. Im März gewann er erneut aber unter dramatischen Umständen Paris-Nizza. Seinen Sieg widmete er seinem Landsmann und Freund Andrei Kiwiljow, der bei dem gleichen Rennen tödlich verunglückte. Im Mai gewann er den Rad-Weltcup-Klassiker Amstel Gold Race und im Juni die renommierte Tour de Suisse. Diese Leistung krönte er im Juli mit dem dritten Platz bei der Tour de France, einem Etappensieg und der Auszeichnung als kämpferischster Fahrer. Das Jahr 2004 verlief dagegen eher unglücklich für Winokurow: Nachdem er seine Saison ganz auf die Tour de France konzentriert hatte, stürzte er bei der zur Vorbereitung gefahrenen Tour de Suisse und musste die Tour de France absagen. Erst im Herbst kam der Kasache wieder in Form, gewann die zweitklassige deutsche Regio-Tour und holte Bronze beim Zeitfahren der Straßenrad-WM. Im April 2005 gewann er den bedeutenden Radklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich, am 26. Juni wurde er kasachischer Meister. Bei der Tour de France am 13. Juli 2005 gewann er die elfte Etappe der Tour de France 2005 von Courchevel nach Briançon und die abschließende Etappe nach Paris. Dort konnte er durch einen Angriff in der letzten Runde eine elf Jahre andauernde Serie von Sprintsiegen auf der Avenue des Champs-Élysées beenden.


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Steckbrief

Geboren am 16.09.1973 in Petropawl, Kasachstan
Nationalität: Kasache
Wohnort: Monte-Carlo, Monaco
Größe: 177 cm
Gewicht: 68 kg


Im Gesamtklassement wurde er Fünfter. Während der Tour de France gab Winokurow bekannt, dass er seinen Rennstall Team T-Mobile verlassen wird. Mit seiner neuen Mannschaft Liberty Seguros-Würth erhoffte er sich in den folgenden Jahren einen Sieg bei der Tour de France. Doch im Mai 2006 wurde das Team in einen Dopingskandal verstrickt. Der Hauptsponsor Liberty Seguros beendete sofort sein Engagement und der Ausschluss von der Tour de France drohte. Winokurow nahm daraufhin mit dem Premierminister von Kasachstan Kontakt auf und erreichte, dass ein Konsortium aus fünf Wirtschaftsunternehmen neuer Hauptsponsor wird. Erst eine Woche vor Beginn der Tour bekam das Team, das nun unter dem Namen "Astana-Würth" fährt, grünes Licht vom Weltverband UCI. Doch nur wenige Tage später forderte die Tour-Leitung das Team, auf Grund der Verwicklungen in den Dopingskandal, zum freiwilligen Startverzicht auf, doch man weigerte sich und die Tour-Leitung zog vor den internationalen Sportgerichtshof, konnte eine Ausladung von Astana wegen Mangel an Beweisen aber nicht durchsetzen. Einen Tag vor der Tour wurde von der spanischen Polizei eine Liste mit allen Verdächtigen im Dopingskandal veröffentlicht, wozu auch fünf von neun Fahrern des Tour-Kaders von Astana gehörten. Die sportlichen Leiter aller Teams verständigten sich darauf, dass alle Fahrer auf der Dopingliste von der Tour ausgeschlossen werden und keine Ersatzfahrer nachnominiert werden dürfen. Somit bestand der Tour-Kader von Astana nur noch aus vier Fahrern und das Team war damit nicht mehr startberechtigt, da man mindestens sechs Fahrer braucht. Alexander Winokurow, selbst gar nicht in den Dopingskandal verwickelt, entging damit die möglicherweise letzte Chance noch einmal um den Tour-Sieg mitzukämpfen. Winokurow möchte nun zusammen mit dem kasachischen Konsortium Astana die Betreibergesellschaft "Active Bay", die das Team "Astana" betreibt, von den bisherigen Eigentümern Pablo Anton und Manolo Saiz übernehmen. Es sollen auch schon Gespräche geführt worden sein. Als Teamchef ab 2007 möchte er den ehemaligen Vuelta-Gewinner Tony Rominger gewinnen und hat bereits den ehemaligen Teamchef von T-Mobile, Walter Godefroot, als Berater der sportlichen Leitung ins Team geholt. Alexander Winokurow selbst möchte dann 2008 als sportlicher Leiter ins Team einsteigen. Winokurow's erster Start nach dem Ausschluss von der Tour de France wird bei der Deutschlandtour sein.




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