Alan Rickman
Alan Sidney Patrick Rickman ist ein britischer Bühnen- und Film-Schauspieler.
Alan Rickman wurde im Londoner Stadtbezirk Hammersmith als zweites von vier Kindern einer irisch-walisischen Familie, eines katholischen Vaters und einer methodistischen Mutter, geboren. Als er acht Jahre alt war, starb sein Vater. Von da an wurde er nur von seiner Mutter groß gezogen.
Zunächst absolvierte er am Chelsea College of Art eine Ausbildung als Grafikdesigner und arbeitete einige Jahre in Soho in diesem Beruf, bevor er mit 26 Jahren ein Stipendium für die Royal Academy of Dramatic Art (RADA) bekam, die er von 1972 bis 1974 besuchte. Während seiner Zeit dort gewann er den Emile Litter Preis, den Forbes Robertson Preis und die Bancroft Gold Medaille.
Alan Rickman arbeitete sehr viel mit verschiedenen experimentellen Britischen Theatergruppen zusammen, u.a. Die Möwe, Snoo Wilsons The Grass Widow am Royal Court Theatre. Des Weiteren trat er schon dreimal beim Edinburgh International Festival auf. Zwischendurch hatte er gelegentlich einige Fernsehauftritte. 1980 spielte er Mr. Slope in der mehrteiligen BBC-Verfilmung von Anthony Trollopes Barchester Towers: The Barchester Chronicles.
Alan Rickman spielte auch bei der Royal Shakespeare Company in einigen Stücken mit, u.a. Wie es euch gefällt und Gefährliche Liebschaften. Mit letzterem schaffte er es 1986 sogar bis zum Broadway und wurde für seine Rolle als le Vicomte de Valmont für den Tony Award nominiert. Am Broadway wurde er von Joel Silver angesprochen, der ihm eine Rolle in Stirb langsam gab, die ihm 1988 den Weg in die internationale Filmkarriere ebnete. Seither ist Rickman sowohl auf der Bühne (auch als Regisseur) und im Fernsehen als auch auf der Leinwand aktiv.
Während er in britischen Filmen wie Sinn und Sinnlichkeit oder auch Wie verrückt und aus tiefstem Herzen (Truly, Madly, Deeply) sanft auftrat, verkörperte er in Hollywood-Filmen eher die Rolle des Bösewichts, beispielsweise als Hans Gruber in Stirb langsam oder als Sheriff von Nottingham in Robin Hood: König der Diebe. Dass er auch komödiantisches Talent besitzt, konnte er in Filmen wie Galaxy Quest, Dogma und Tatsächlich ... Liebe unter Beweis stellen; in der Robin-Hood-Verfilmung wurden entsprechende Szenen noch größtenteils wieder herausgeschnitten (vgl. dortigen Abschnitt „Trivia“). 1996 gewann er den Golden Globe als Darsteller in der HBO-Verfilmung Rasputin.
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