Achim Reichel

Achim Reichel ist ein deutscher Musiker, Komponist und Produzent. Reichel gründete 1961 die Band The Rattles, die neben The Lords zu einer der erfolgreichsten deutschen Beat-Bands wurden. Sehr schnell macht sich die Band einen Namen. Bereits 1963 touren sie durch England und erspielten sich zusammen mit Acts wie den Everly Brothers, Bo Diddley, Little Richard und den Rolling Stones auch auf der Insel einen guten Ruf. Gefeiert als die "deutschen Beatles" markierte das Jahr 1966 den Höhepunkt: Die Rattles gingen gemeinsam mit den Pilzköpfen auf Deutschland-Tournee, und der Film "Hurra, die Rattles kommen" eroberte sogar die Kinos. Sie veröffentlichten bis 1966 30 Singles. Reichel muss 1967 zur Bundeswehr. 1966 hatte Reichel zwar mit einer Art Musikvideo, mit Uniform und einer Gitarre in der Hand Werbung für die Bundeswehr gemacht, seiner Einberufung hatte er sich dennoch gerichtlich entziehen wollen. Während Reichels Zeit als Soldat wird er bei den Rattles durch Frank Dostal ersetzt. Nach seiner Entlassung vom Wehrdienst pachtete Reichel zusammen mit anderen Musikern den legendären Hamburger Star-Club, musste aber schon Ende 1969 Konkurs anmelden. Mehr Erfolg hatte er mit dem von James Last produzierten Bandprojekt Wonderland, das 1971 den Hit Moscow landet, der auffällige Psychedelic-Klangeffekte aufweist. Reichel wandte sich danach als Produzent und Solokünstler zunächst verschiedenen experimentellen und sehr psychedelisch beeinflussten Projekten zu. Zunächst dem Soloprojekt A.R. & machines, dessen erstes Album Die grüne Reise wegen seines meditativen, Trance und Industrial vorwegnehmenden Charakters von Kritikern mit Kraftwerk und Tangerine Dream verglichen wurde. Zu seinen damaligen Produktionen zählt auch das Acidfolk-Album Jesus makes you high von Michael Anton & Amok. 1975 legte er mit Dat Shanty Alb'm erstmals ein Album mit Seemannsliedern (Shanties) vor. Es folgte ein Jagr später Der Klabautermann. Nicht nur der Stilwechsel weg von experimentellen Aufnahmen hin zu volkstümlichen Klängen war verblüffend, sondern auch die Tatsache, dass Reichel künftig überwiegend Deutsch sang. 1976 trat er mit der Forderung an: "Volksmusik muss leben, und das kann sie nur, wenn man sie in das Klangbild der Zeit hebt." In seinen Liedern blieb die Seefahrt künftig häufiges Thema. Mit "Regenballade" von 1978 beschritt Achim Reichel wieder neues Terrain.


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Steckbrief

Geboren am 28.01.1944 in Wentorf bei Hamburg, Deutschland
Nationalität: Deutsch
Wohnort: Schleswig-Holstein, Hamburg, Deutschland
Größe: k.A. cm
Gewicht: k.A. kg


Dieses Album, das behutsam Klassiker und neue Werke deutscher Dichtung mit einfühlsamer Instrumentierung präsentierte zählt zu den interessantesten Werken des Hamburgers. Die Idee, mythische Dichtung mit abwechslungsreichen, stimmigen Arrangements zu unterlegen, fand breite Anerkennung. Von 1979 bis 1988 ließ Reichel in regelmäßigen Abständen von sich hören. Er besann sich zurück auf seine Wurzeln und intonierte zeitgemäßen, lebendigen Rock'n'Roll, der mit vielen Elementen aus Blues, Folk und Boogie Woogie farbig angereichert wird. Die Zusammenarbeit mit Dichtern wie Jörg Fauser, Peter Paul Zahl und Kiev Stingel präsentierten Reichel in Höchstform: Songs mit Druck und Drive und atmosphärische Balladen zeigten ihn als gereiften Künstler. Reichel arbeitete auch mit Lyrikern wie Jörg Fauser und Kiev Stingl zusammen und hatte seit Ende der Siebziger Jahre in unregelmäßigen Abständen Hits in den deutschen Hitparaden. Gegen Ende der 80er Jahre wurde Reichels Repertoire wieder rockiger, und im Jahr 1988 gab’s Reunion-Konzerte mit den Rattles, die sich 1977 getrennt hatten. 1990 war für Achim Reichel das Kapitel Rattles entgültig beendet. Weitere Solo-Erfolge und 2 seiner erfolgreichsten Singlehits ("Kuddel Daddel Du" und das von nun an auch so etwas wie ein Markenzeichen werdende "Aloah Heya He") bestätigen seinen Entschluss. Über diesen Erfolg war Achim Reichel überrascht, da die Komposition doch gut zehn Jahre fast vergessen in einem Umzugskarton war und eher zufällig den Weg auf das Album fand. 1994 feierte Achim Reichel seinen 50. Geburtstag – er lädt zu einer Riesenparty für Freunde und Fans in die Hamburger "Großen Freiheit". Ein mitreißender Live-Mittschnitt präsentierte Reichel und seine Mitstreiter als spielfreudige, versierte Musiker. 2002 ließ Reichel mit dem Album "Wilder Wassermann" aufhorchen, das sich als eine Art Fortsetzung zu "Regenballade" verstand. Texte von Goethe, Heine und Storm erfahren so eine interessante Neuinterpretation. Einflüsse von Pop, Rock und Folklore verschiedenster Länder sind eingebunden in einen gelungenen musikalischen Mix. Im Jahre 2003 feierte Achim Reichel sein 40-jähriges Bühnenjubiläum mit einer zweitägigen Party in der Hamburger Fischauktionshalle. Das Konzert wurde vom Team des WDR-Rockpalast mitgeschnitten und auf DVD unter dem Namen 100% Leben veröffentlicht. Im August 2006 erscheint sein neues Album Folxlieder. Achim Reichel ist seit 1978 in 2. Ehe mit Heidi verheiratet. Sie haben eine gemeinsame Tochter Alena. Aus ihren ersten Ehen stammen seine Tochter Marlies und ihr Sohn Illya.




Autogrammadresse:

Achim Reichel
Musikproduktion
Postfach 63 01 43
22311 Hamburg
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