Aílton

Aílton (Spitzname: Kugelblitz), eigentlich Aílton Gonçalves da Silva) ist ein brasilianischer Fußballspieler von Beşiktaş Istanbul, der bis zum 30. Juni 2006 an den Hamburger SV ausgeliehen ist. Er erlangte in Deutschland seit Ende der 90er Jahre Berühmtheit. Seine Position liegt im Sturm, seine größten Stärken sind sein Antritt und sein Torriecher. Aíltons Karriere begann in der Heimat bei Mogi Mirim DC. Über Santa Cruz FC Recife, Guarani FC, wo er brasilianischer Torschützenkönig wurde, Sport Club Internacional, Universidad Autonoma de Nuevo León bzw. UANL Tigres (Mexiko) führte sein Weg dann im Oktober 1998 nach Bremen zum SV Werder. Nach großen Anlaufschwierigkeiten und nur zwei Bundesliga-Toren in seiner Einstandssaison entwickelte er sich dort zum ansteigend starken Leistungsträger. 1999/2000 erzielte er zwölf Treffer, 2000/01 13, 2001/02 16, 2002/03 ebenfalls 16, und 2003/04 brachte er es mit 28 in Deutschland zum Torschützenkönig, wurde mit Werder Bremen deutscher Meister und gewann den DFB-Pokal. Zudem stelllte er mit 37 Punkten einen neuen Rekord in der seit der Saison 1995/96 geführten Scorer-Wertung auf, der aber zwei Jahre später von seinem Nachfolger Miroslav Klose überboten wurde. Zur Saison 2004/05 wechselte er zum FC Schalke 04 nach Gelsenkirchen. Dort schoß er in 29 Bundesligaspielen 14 Tore. Aufgrund anhaltender Konflikte zwischen der Vereinsleitung des FC Schalke 04 und Ailton wurde sein Vertrag Ende Juli 2005 vorzeitig aufgelöst. Zu diesem Zeitpunkt war der Wechsel nach Istanbul bereits geklärt. Im Juli 2005 wechselte Aílton für 3,5 Mio. € Ablöse zum türkischen Spitzenclub Beşiktaş Istanbul. Im Dezember 2005 wurde der Vertrag bei Beşiktaş Istanbul auch schon wieder aufgelöst, nachdem Aílton zuvor einen Fluchtversuch in Richtung Brasilien unternommen hatte, aber von Beşiktaş-Manager Mehmet Eksi noch am Flughafen gestoppt wurde. Grund für die Flucht war, dass Aílton nach einem Kreislaufkollaps nicht für die Startaufstellung berücksichtigt wurde. Weil er jedoch während der Winterpause keinen neuen Verein gefunden hatte - er wollte gerne wieder in die Bundesliga - kehrte er im Januar 2006 an den Bosporus zurück.


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Steckbrief

Geboren am 19.07.1973 in Mogeiro, Paraíba, Brasilien
Nationalität: Brasilianer
Wohnort: k.A.
Größe: 177 cm
Gewicht: 74 kg


Eine Woche vor Schluss der Transferliste verpflichtete der Hamburger SV Aílton für eine geschätzte Leihsumme von 450.000 Euro bis zum 30. Juni 2006. Der Hamburger SV sicherte sich zudem die Option, Aílton am 30. Juni 2006 für eine Summe von geschätzten 1,75 Mio. Euro zu kaufen, die er aber laut einer Bekanntgabe vom 29. Mai 2006 nicht nutzen will. Aílton zog sich am 8. Februar 2006 im Spiel gegen Hannover 96 einen Unterkieferbruch zu, kehrte jedoch bald ins Mannschaftstraining zurück und erzielte am 25. März 2006 im Spiel gegen Borussia Dortmund (2:4) seinen ersten von drei Treffern für den HSV. Aufgrund seiner Leistungen bei Werder Bremen wurde er 2004 als erster Ausländer zum Fußballer des Jahres in Deutschland gewählt. Aílton ist derzeit der beste Torschütze dieses Jahrtausends in der deutschen Bundesliga, vor Ebbe Sand und Jan Koller. Nach Giovane Elber (133) und Stéphane Chapuisat (106) hat Aílton erst als dritter ausländischer Spieler mehr als 100 Tore in der Bundesliga erzielt. Aílton hat den Ruf eines enfant terrible. Er gilt als hochtalentierter, kaltblütiger Stürmer. Aber auch als wankelmütiger Charakter, der schnell beleidigt ist und Interviews voller Melodramatik gibt. Diese Einstellung behielt er sowohl in Bremen als auch in Schalke bei. Dennoch galt Aílton vor allem in seiner Bremer Zeit als Publikumsliebling, was ihm die liebevollen Spitznamen Kugelblitz und Toni einbrachte. Diesen Beliebtheitsgrad erreichte er später in Schalke trotz einer durchaus ansehnlichen Torausbeute nicht mehr. Das lag vor allem daran, dass seine mit wenig Laufarbeit verbundene Spielweise nicht zu der Arbeitermentalität des Ruhrgebietsclubs passte. Außerdem wurde Aílton immer wieder dafür kritisiert, dass er bei Toren seiner Mannschaftskollegen keine Freude zeigte, was ihm zusätzlich den Ruf eines Egoisten, der weniger für die Mannschaft als für den persönlichen Erfolg spielt, einbrachte.




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